War of Power - Die 5 Mächte

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 Palastgarten

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Jawin Caspian Samadi
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BeitragThema: Palastgarten   Di Aug 25, 2015 12:08 am

Der Palastgarten wird von zahlreichen Gärtnern im Stande gehalten, und ist besonders für seine Blumenvielfalt bekannt. Er ist öffentlich begehbar, es gibt allerdings einen kleinen Bereich, der von einer Mauer umgeben und nur für Auserwählte zugänglich ist.
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Jawin Caspian Samadi
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BeitragThema: Re: Palastgarten   Di Aug 25, 2015 12:13 am

Es war ein heißer Sommernachmittag, und die Einwohner Lorbans wurden nur alle paar Stunden einmal mit einer frischen Brise beschenkt. Jawin liebte die Hitze, doch inzwischen schwitzte sogar er ein wenig. Und jetzt würde in wenigen Minuten das Essen stattfinden, dessen Ausrichtung mehr die Idee seiner Schwester gewesen war als seine eigene. Es war nicht so, als würde er seine Familie nicht gerne sehen wollen - doch bei diesem Dinner würden nur Naevia und ihr Ehemann sowie Jazmin, und natürlich Jawin selbst, anwesend sein. Vier Personen, davon eine mit der er zusammenlebte, eine, die an allen anderen Tagen zu seiner persönlichen Leibgarde gehörte und die er deswegen ohnehin ständig zu Gesicht bekam, und schließlich Naevia, bei der er theoretisch jederzeit zu einem Nachmittagstee vorbeikommen konnte. Oh, und natürlich sein...Das Wort „Neffe“ wollte ihm nicht einmal in Gedanken über die Lippen kommen. Stattdessen entschied er sich für das neutralere „Der Sohn seiner Schwester“. Das klang lange nicht so lächerlich wie die Vorstellung, dass er selbst irgendeine Art von Verantwortung innehatte- und sei es nur als Onkel. Jawin fühlte sich nicht wie ein Onkel - er konnte Kinder ja nicht einmal leiden. Oder vielmehr: Er hatte nichts gegen Kinder, er wusste nur nicht viel mit ihnen anzufangen. Glücklicherweise ging es Jazmin ebenso. Manchmal fragte er sich, was passiert wäre, wenn ihm im Alter von zwölf eine völlig normale, durchschnittliche Sechsjährige vorgeführt worden wäre. Inzwischen hatte Jazmin, sobald man die Kinder allein gelassen hatte, Jawin gekonnt den Fuß zwischen die Beine gerammt und ihm dann seelenruhig erklärt, sie habe nicht vor, jemals mit ihm Kinder zu zeugen. Jawin war das völlig recht gewesen, auch wenn er die Botschaft auch ohne Gewaltanwendung verstanden hätte.
Natürlich warf die Beziehung, die Jawin und Jazmin derzeit führten, einige Probleme auf - schließlich würden früher oder später doch noch Kinder von ihnen erwartet werden. Allerdings hatten beide einvernehmlich beschlossen, sich darüber später Gedanken zu machen. Anders als Naevia und Dariush waren Jawin und Jazmin ja wenigstens auf einem Nenner, was die Grenzen ihrer Beziehung anging.
Als hätte das Schicksal seine Gedanken gelesen, öffnete sich in diesem Moment die Tür, die in den kleinen, von einer Mauer umschlossenen Bereich des Palastgartens führte, in dem zu speisen Jawin sich entschlossen hatte. Der Prinz strich hastig seine Kleidung glatt und sah auf - es war allerdings nur ein Diener, der begann, den Tisch herzurichten. Jawin sah sich einmal kurz auf dem kleinen Grundstück um und entschied dann, sich in den größeren Teil des Gartens zurückzuziehen, während er auf die Ankunft der Gäste wartete.
Der betörende Duft der Blumen war hinter den Mauern noch stärker. Der Thronfolger erinnerte sich an seine Kindheit, in welcher er mit Jazmin hier gespielt hatte, meistens auf der Flucht vor ihren Leibwächtern. Er vermisste diese mehr oder weniger unschuldige Zeit ein wenig. Obwohl sie sich noch immer manchmal in den Garten begaben, war es doch etwas anderes gewesen, als noch keiner von beiden irgendwelche verantwortungsvollen Aufgaben hatte übernehmen müssen und die nächste Konferenz nicht bereits um die Ecke stand.
Plötzlich hörte er jemanden über den schmalen Weg gehen, der sich durch den gesamten Garten schlängelte, der Kies knirschte bei jedem Schritt. Jawin sah auf und erblickte seine beste Freundin, die zufällig auch seine Verlobte war. Jazmins Gesichtsausdruck war düster, und die schlechte Stimmung schien von ihr in Wellen abzugehen und sie in eine schwarze Wolke von miserabler Laune einzuschließen. Obwohl diese Laune von ihr meistens amüsant war, so konnte Jawins Freundin durchaus auch geradezu gruselig werden, weshalb sein erster Instinkt war, einen Schritt zurückzuweichen. Stattdessen erinnerte er sich daran, dass Jazmin wohl nicht auf ihn losgehen würde, sondern maximal auf seine Schwester, und ein völlig natürliches Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.
„Jaz“ begrüßte er sie, in dem Wissen dass sie den Spitznamen hasste. Doch ihm war ein Gedanke gekommen, der ihn sofort aufheiterte: Eine schlecht gelaunte Jazmin würde das Essen um einiges erträglicher machen, da sie die Angewohnheit hatte, allen Anwesenden über ihre Stimmung zu informieren. Je gereizter sie also schon im Voraus war, desto besser. Er musste lediglich aufpassen, dass er nicht die feine Linie zwischen „gereizt und deswegen amüsant“ und „gereizt und deswegen gemeingefährlich“ überschritt. „Meine Prognose: Kian wird jeden Moment von Naevias Zeit in Anspruch nehmen, falls die Amme nicht dabei ist, und Dariush wird versuchen und versagen, Smalltalk zu machen.“
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Jazmin Samadi

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BeitragThema: Re: Palastgarten   Di Aug 25, 2015 1:48 pm

Jazmin seufzte tief.
Konnte ihr Tag noch besser werden?
Nicht nur, dass ihr hoher Vater sie persönlich aus ihrer Fechtstunde geholt hatte, nein der Grund für diese Unterbrechung war auch noch gewesen, dass sie dazu verpflichtet wurde zu einem Essen mit ihrem zukünftigen Ehemann, dessen Schwester – die seit ihrer Hochzeit, und vor allem seit sie ihr Kind bekommen hatte, von nichts anderem mehr sprach als der Ehe und dem wunderbaren Familienleben – sowie deren viel zu ernstem Ehemann und dem Muttersöhnchen von einem zukünftigen Prinzen zu gehen. “Warum?”, hatte sie ihren Vater trotzig gefragt, “Es ist nicht so als würde ich meine Familie nicht kennen. Ich bin in meinem Leben zu mehr Essen mit anstrengenden Menschen verpflichtet worden als gut für den Geist einer jungen Frau wie mich sein kann.” Ihr Vater hatte nicht darauf reagiert. Er war ihre Ausbrüche durchaus gewohnt. Einmal hatte sie ihn sogar beten sehen, dass die Götter ihm sagen mögen, wann seine Tochter endlich erwachsen würde.
Kannst du mich nicht auch einfach an irgendeinen dahergelaufenen Leibwächter verheiraten, der jemandem das Leben rettet? Bei Naevia hat das gut funktioniert”, setzte sie nach, um eine Reaktion aus ihrem Vater herauszukitzeln. Dass Dariush nicht irgendjemandem, sondern dem zukünftigen Sultan das Leben gerettet hatte und außerdem adlig war ließ sie dabei unter den Tisch fallen.
Naja, andererseits hatte Naevia auch laaaaaaaaaaange Zeit, sich auf ihre Hochzeit vorzubereiten”, fügte sie hinzu.
Für diese Respektlosigkeit hatte ihr Vater sie geohrfeigt. Nicht doll, gerade genug, dass sie verstand, dass sie eine Grenze überschritten hatte. “Ich hab genug gehabt von dir und deinen kindischen Scherzen”, hatte er wütend gesagt, “Du wirst den zukünftigen Sultan heiraten, du wirst zu diesem Essen gehen und wenn ich noch einmal höre wie dir eine solche Frechheit deinem eigenen Fleisch und blut gegenüber über die Lippen kommt, dann werde ich dich mit einer Dienerin in ein hübsches Palastzimmer sperren lassen, indem du bis zum Tag deiner Hochzeit verweilen wirst!”
Für einen Moment hatte Jazmin das Bedürfnis gehabt etwas zu erwiedern, aber sie wusste doch sehr genau, dass ihr Vater sich das in seiner durchaus berechtigten Wut nicht bieten lassen würde. Er schlug sie nicht oft und schon gar nicht gern, aber als Verantwortlicher in ihrer Erziehung war ihr Vater derjenige ebenso für jegliche Disziplinarmaßnamen verantwortlich. Wenn man jemanden bestrafen wollte musste man es selbst machen, oder gar nicht, hatte er ihr beigrebracht.
Sie wusste, dass dieses Gesetz nur für dort galt, wo ihr Vater das Sagen hatte, denn in einem ganzen Land reiste kaum der Sultan herum und bestrafte einzeln Menschen, die in der hinterletzten Ecke irgendeines Dorfes einen Laib Brot stahlen.
Trotzdem respektierte sie die Art ihres Vaters. Gul Sadami war ein stolzer Mann und er hatte einen großen Teil seines stolzes direkt an seine Tochter weitervererbt.
“Hast du verstanden?”, hatte er gefragt und auf eine echte Antwort gewartet, bis er den Raum verlassen hatte.
Dann hatten sich sofort einige Dienerinnen ans Werk gemacht. Sie hatten Jazmin in bunt gewebte, zarte Seidentücher gehüllt, Schicht über Schicht, sodas man nicht durch den leichten Stoff hindurch sah, ihre Hände und Füße bemalt und ihre Haare geflochten. Es war beinahe ein Wunder, dass sie sie nicht direkt mit ihrem hochzeitsschmuck behängt hatten. Als ob ihr Verlobter sie nicht schon von oben bis unten mit Schmutz bedeck durch einen der Palastteiche hatte schwimmen sehen, um auf der anderen Seite des Wassers über einen niedrigeren Teil der Mauer zu klettern, die diesen Teil des Gartens umgab, und als Bürgerliche verkleidet die Stadt zu erkunden. Nein, je näher der Tag ihrer Hochzeit rückte, desto mehr wurde sie vor jedem Treffen gekleidet, als würde sie einer Gottheit selbst gegenüber treten.
Und obwohl es im Land durchaus Gemunkel über göttliches Blut in den Adern des Sultans und denen seiner Kinder gab war sich Jazmin doch durchaus sicher, das Jawin nu rein Mensch war. Ein Mensch, der eines Tages regieren würde, aber doch nur ein Mensch.
Den Zopf löste sie sich, sobald sie ihr Zimmer verlassen hatte und ihr Haar fiel ihr frei ums Gesicht und über die Schultern, während sie über den Kiesweg schritt und schließlich den Teil des Gartens, der von hohen Hecken – und weiter hinten auch von Mauern – umgeben war betrat.
Jawin war bereits da.
Natürlich war er das.
Pünktlichkeit schien für einen Sultan so eine Art Heiligtum zu sein, während alle anderen immer ein wenig zu spat kamen, nur um zu bedeuten, dass ihr Leben anstrengend war, und sie noch wichtige Termine hatten. Das schickte sich einfach so, nur für den Hochadel nicht. Der war trotz allen Terminen und Wichtigkeiten, trotz Erbstreitigkeiten und der Tatsache, dass er sich immer noch in neue Gewänder hüllen musste, bevor er sich irgendwo blacken ließ, immer pünktlich.
“Jaz”, begrüßte ihr Verlobter sie. Er wusste ganz genau, dass sie diesen Spitznamen, sowie alle anderen Spitznamen auch, verabscheute. Sie war doch keine fünf mehr.
Wenn er es wagte sie in Gesellschaft so zu nennen würde sie dafür sorgen, dass sie nicht die einzige war, mit der der zukünftige Sultan keine Kinder bekam.
Er wartete bis sie auf ihn zugetreten war und bot ihr galant seinen Arm, den sie eben so galant ignorierte. “Meine Prognose”, sagte er dann, “Kian wird jeden Moment von Naevias Zeit in Anspruch nehmen, falls die Amme nicht dabei ist, und Dariush wird versuchen und versagen, Smalltalk zu führen.”
Diese Bemerkung hätte Jazmin beinahe zum Lächeln gebracht. Er hatte durchaus Recht. Der Leibwächter war nicht nur Humorlos, er war auch kein begnadeter Redner und ihre Cousine verbrachte seit seiner Geburt mehr Zeit mit ihrem Sohn, als mit irgendeiner Person, die auch nur ansatzweise an ihr eigenes Alter herankam.
Ich hätte ja nichts dagegen ein paar spannende Geschichten aus dem Leben des Leibwächters des zukünftigen regenten zu hören”, brachte Jazmin an, “Hat er dir wieder einmal das Leben gerettet, liebster Cousin?
Jawins Blick sprach Bände also beschloss sie das Thema zu wechseln. Sie stützte sich auf einen der kunstvoll verzierten Brunnen und deutete auf die bereits mit großer Sorgfalt angerichteten Kissen zwischen denen kleine, runde Tischchen standen auf denen sich allerlei Köstlichkeiten finden ließen. Große reife Feigen, Grantapfelhonig und diverse Nusssorten waren nur die Kleinigkeiten.
Aber sie kam nicht dazu die Frage, ob sie sich setzen sollten tatsächlich auszusprechen, da in dem Moment der Kies knirschte und zwei – nein, drei – Gestalten den Platz betraten.
Selbst der Leibwächter hatte sich zu diesem Anlass ein wenig herausgeputzt, an der Seite seiner immer frisch gemachten Frau wirkte er dennoch etwas deplatziert.
Naevia trug Kian auf den Arm – als ob der junge mit drei Jahren nicht alt genug war, um selbst zu laufen – und lächelte erfreut, als sie ihren Bruder und seine Verlobte erblickte. Jazmin konnte nicht sagen, ob es sich dabei, um echte Freude handelte.
Stattdessen vermied sie, wie alle anderen der nun vollständigen Runde eine überschwängliche Begrüßung und suchte fieberhaft nach einem provokanten, aber dennoch nicht zu dick aufgetragenen Gesprächsthema.
Wie schön es ist euch zu sehen”, sagte sie nach einer Weile nicht ohne einen schneidenden Hauch von Sarkasmus in der Stimme, “Und wie ich mich freue, dass ihr auch einen wunderbaren Sohn mitgebracht habt. Ich sagte gerade zu Jawin, dass ich es nicht erwarten kann spannende Geschichten über das wechseln von Windeln von euch zu hören, Dariush. Ihr erspart meiner liebsten Cousine doch sicher die hässlichen Arbeiten, ihr wisst schon, die, die Fekalien und das Töten von Männern involvieren.
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Naevia Aemilia Samadi

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BeitragThema: Re: Palastgarten   Do Aug 27, 2015 1:40 pm

Es war im großen und ganzen ein richtig schöner Tag. Die Sonne scheint wie immer vom glasklaren Himmel und diese immens heiße Temperatur schien für Belugarias Verhältnisse noch normal zu sein. Es war schon mal schlimmer. Auf jedenfall perfekt für ein Familienessen zwischen den Geschwistern Samadi und deren Angehörigen. Naevia hatte Jawin und ihre kleine Cousine Jazmin schon länger nicht mehr gesehen. Das letzte Mal war wahrscheinlich an Vaters Geburtstagsfeier. Denn ihr drei jähriger Sohn Kian nahm fast ihre gesamte Zeit in Anspruch, denn Dariush, ihr Mann, war ja kaum zu Hause. Auch wenn ihre Gouvernante und ihre Schwägerin Zaara ihr öfters half, hatte sie sich damals geschworen ihren Sohn selbst großzuziehen. Viele meinten, dass Naevia Kian zu viel bemutterte. Eigentlich war es mehr Gegenteil, denn sie wusste was sie tat und was für ihr Kind gut war.
Sie stand, wie immer, vor ihrem prunkvollen Schrank und dachte nach was sie anziehen konnte. Der Schrank war randvoll mit den schönsten Kleidern bestück so dass sie ständig darüber nachdenken musste. Zu ordinär ging natürlich nicht. Denn es war nur ein vertrautes Essen mit der Familie. Deswegen hatte sie sich letztendlich für wadenlanges blau-beiges Leinenkleid entschieden mit einem kleinen V – Ausschnitt und ein blaues Seidentuch, dass sie sich um die Schultern wickelte um den Ausschnitt zu bedecken. Dazu goldene Riemchensandalen und ihre Haare hatte sie zu einen lockeren Zopf geflochten. Sie betrachtete sich selbst das letzte Mal im Spiegel und nahm den fertig angezogenen Kian auf die Arme, der vorhin noch auf einen ihren gemütlichen Stühlen friedlich schlief, und ließ ihn in ihre Arme weiter schlafen. Ehrlich gesagt, hatte sie ein wenig Bedenken ihn mit zunehmen, denn was sollte ein drei jähriger Junge unter Erwachsenen. Er würde sich nur zur Tode langweilen und sie kannte ihre Cousine und ihre spitzen Bemerkungen über Kian sehr gut. Doch wagte sie diesen Schritt und nahm ihn mit.
Als sie aus ihrem Ankleidezimmer hinaustritt, sah sie ihren Mann draußend stehen und wartete auf sie. Selbst Dariush hatte sich herausgeputzt und Naevia musste eingegestehen, dass er in seiner Kleidung sehr gut aussah und so anders. Selten sah sie ihn ohne Kampfmontur und nur in einem lässigen beigen Leinenhemd mit goldene Muster am Kragen und einer dunklen Hose. Sie war der Meinung er konnte mal öfters so angezogen sein und sagte lächelnd: „Dariush, du siehst gut aus. Mal was anderes als die üblige Kampfmontur. Wenn mal wieder ne Gelegenheit gibt, solltest du mal öfters so was anziehen.“
Sie wusste, dass ihr Mann nicht der größte Redekünstler war und eher meist für sich bleibt. Aber sie gab ihn nicht auf. Irgendwann musste es funktionieren, dass er sich mal öffnet. Auf dem Weg zum Palast fragte sie ihn noch mal: „Glaubst du es war eine gute Entscheidung von mir Kian mitzunehmen?? Du kennst doch meine Cousine Jazmin und ihre spitzen Bemerkungen. So gern ich die Kleine auch gern habe, aber ich habe trotzdem das Gefühl dass es vielleicht ausarten wird wenn Kian dabei ist.“
Eigentlich freute sie sich ihren geliebten Bruder Jawin wiederzusehen und auch Jazmin. Ihre freche Art brachte meist einen frischen Wind ins Palastleben ein, was der Palast dringed brauchte. Nur konnte es sich wie gesagt ausarten. Deswegen hatte sie bedenken.
Im Palast angekommen, fühlte sie sich als wäre sie wieder zu Hause. Der persönliche Diener ihrer Mutter Sybil holte die junge Familie ab und sie freute sich den alten Cain wiederzusehen. Er hatte sie mit ihrer Gouvernante zusammen sie mehr oder weniger aufgezogen. Naevia hatte viele wundervolle Jahre mit ihm verbracht. Er führte sie und ihrem Mann zum Palastgarten, wo ihr Bruder und ihre Cousine schon auf sie warteten. Auf jedenfall freute sie sich ihre Familie wieder zu sehen.
Den knirschenden Kies unter ihren Schuhen kündigte sie schon an und zwei Köpfe schauten auf. Es tat gut das Gesicht von Jawin zu sehen. Er hatte sich für den Anlass etwas schönes angezogen, obwohl Naevia es wusste, dass er Aufregung nicht mochte, aber dennoch freute sie sich ihn zu sehen. Jazmin war nicht weniger schön angezogen. Ihre Zoffen hatten sich wohl ziemlich ins Zeug gelegt. All diese bunten Stoffe und den Goldschmuck, es war ein Wunder dass Onkel Guhl nicht gleich beauftragt hatte ihr den Hochzeitsschmuck drauf zu geben.
Bevor sie sich überhaupt hinsetzten konnten, war ja klar, dass ihre kleine Cousine mit einer spitzen Bemerkung als Begrüßung zu kommen. War ja nichts neues mehr.
„Dir auch einen schönen Tag, Jaz und um die Frage zu beantworten, Kian ist drei. Windeln braucht er schon lang nicht mehr. Dariush ist viel zu beschäftigt Jawin, der zufällig auch dein Verlobter ist zu beschützen, damit er nicht ständig vom Pferd fällt.“, entgegnete sie etwas spitzbübisch lächelnd, während sie sich auf einen der gutgepolsterteten Stühlen hinsetzte und Kian leicht aufweckte. Tja auch wenn sie Mutter und Ehefrau war, aber die scharfe Zunge, die war geblieben. Denn sie wusste es wie sehr Jazmin es hasste, dass man sie Jaz nannte.
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Dariush Omar Zebdari

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BeitragThema: Re: Palastgarten   Sa Sep 19, 2015 8:43 pm

Ein Familienfest stand bevor. Dariush hasste diese Anlässe. Man möchte meinen, es sei nur eine nette Runde, doch es ging nur darum zu prahlen, um die anderen anwesenden Personen übertrumpfen zu können. Diese Personen würden zwar der Prinz und seine Gemahlin sein, doch das machte es nicht besser. Dariush mag zwar der Erbe eines wohlhabenden Adeligen sein, jedoch hatte sich der Krieger an seine Position bei Hofe gewöhnt, die daraus bestand, Leibwächter für den Prinzen zu sein. Durch Zufall hatte er die Schwester des besagten Prinzen geheiratet, weshalb er sich nun gezwungen sieht, zu diesem höchst eigenartigen Essen zu gehen, obwohl er sich sehr unwohl fühlen wird. Allein diese Garderobe, in die er sich zwängen musste, erschwerte es ihm ungemein, sich selbst ernst zu nehmen. Er trug ein Leinenhemd mit einer Farbe, die schwer an Sand erinnerte, doch dessen Name er nicht wirklich wusste…er hätte ja sandfarben gesagt…und dann hatte dieses Hemd auch noch ein goldfarbenes Muster. Wenigstens die dunkle Hose erhöhte den Wohlfühlfaktor. Zugegebenermaßen fühlte er sich in diesem Aufzug völlig ungeschützt, jeder Pfeil der ihn treffen würde, hätte nichts, was ihn daran hindern könnte, völlig in den Körper einzufahren. Die Schuhe, besser gesagt Sandalen, erhöhten seinen Unmut um einiges. Wenn er damit Kämpfen wollen würde, wären sie mehr Ballast, als Hilfestellung. Als Dariush fertig war mit der Tortur des Anziehens, begab er sich zum Gemach seiner Frau und wartete artig, bis auch sie sich fertig gekleidet hatte. Bei Damen dauerte dies natürlich um einiges länger, denn schließlich wurde es von der Gesellschaft vorgegeben, ihnen die Aufgabe des schönen Aussehens zuteil wurde. Nach einer kurzen Wartezeit, die Dariush an der Wand lehnend verbracht hatte, öffnete sich Naevias Türe. Er musste still zugeben, dass sich diese Wartezeit bei ihr sogar ausgezahlt hatte, auch wenn er sie immer hübsch fand, selbst wenn sie gerade erst aufgestanden sein sollte, obwohl er sie so nicht oft zu Gesicht bekam. Auf ihrem Arm hielt sie den schlafenden Kian, den größten Schatz von Dariush. Ihm wurde ebenfalls ein Leinenhemd angezogen, mit einer blauen Leinenhose und kleinen, blauen Sandalen. Dunkle Haarsträhnen hingen ihm in die geschlossenen Augen, während er ruhig ein- und ausatmete. Sofort musste Dariush lächeln, wie immer, wenn er seinen Sohn zu Gesicht bekam. Es gab für ihn nichts erfüllenderes, als dieses kleine Kind, auf den Armen seiner Frau, seiner einzigen Frau. Seine Liebe zu Naevia war aufrichtig und geprägt von Treue. Er war kein Mann Belugariens der ein ganzes Harem benötigte, um glücklich zu sein. Für ihn war es wichtig, dass seine einzige, wahre Frau und sein Sohn wohl auf waren. Er wollte Naevia nicht das Gefühl geben, als wäre sie ihm unwichtig und austauschbar, wie es sein Vater handhabte.
,,Du schmeichelst mir, Naevia.‘‘ antwortete Dariush seiner Frau und schenkte auch ihr ein Lächeln. ,,Doch deine liebliche Schönheit werde ich nie übertreffen können.‘‘
Dariush wollte ihr nicht mitteilen, wie sehr er seine Kampfmontur vermisste, denn sie sollte nicht denken, er wäre jetzt lieber an der Arbeit, als diesem familiären Treffen beizuwohnen. Er überbrückte den Abstand zwischen ihm und seiner Gattin und strich ihr kurz zärtlich über die Wange, um seine Hand wieder im nächsten Moment sinken zu lassen. Es war nicht seine Art, seine Zuneigung offen zu zeigen. Im Training wurde ihnen eingebläut, dass Gegner es als Schwäche aufnehmen könnten, denn Liebe war der Preis von Kummer. Stattdessen machte er Anstalten Kian auf den Arm zu heben, damit Naevia ihn gewähren ließ. Kian war schon drei Jahre alt und doch fühlte er sich so zerbrechlich und leicht an, in den starken Armen des Kriegers. Ganz vorsichtig bewegte Dariush seinen Sohn, damit er besser in seinen Armen lag, ohne ihn aufzuwecken. So trug er ihn, langsam neben seiner Frau hergehend, zur Kutsche, die für diese zwei Fahrgäste bestimmt war. Er selbst würde auf seinem braunen Hengst Dorri, nebenher reiten. Er trug zwar nicht seine Kampfmontur, doch sein Schwert war samt Scheide an seinen Gurt gehängt, den er nicht so leichtfertig abnehmen würde. Man war zu keiner Minute sicher, es könnten immer Gefahren auftauchen. Die Ganoven waren nicht zu selten auf den Straßen zum Palast aufzufinden. Die Reise dauerte keinen Tag und schon befanden sie sich vor dem streng bewachten Palast. Die Wachen erkannten Dariush allerdings und ließen ihn samt Familie passieren. Kian war zwar während der Fahrt hin und wieder erwacht, doch so jung wie er war, benötigte er noch viel Schlaf, weshalb er erneut in den Armen seiner Mutter eingedöst war. Diesmal würde Dariush ihn nicht an sich nehmen, denn in der Öffentlichkeit wurde verlangt, dass sich die Frau um den Nachwuchs kümmerte. Der Belugarier könnte zwar leicht auf diesen Stuss pfeifen und doch ließ er sie gewähren. Bei den Worten seiner Frau, verdunkelte sich Dariush‘ Miene.
,,In diesem Fall interessiere ich mich nicht für die Meinung der Zukünftigen des Prinzen. Kian ist mein Sohn und keiner wird es mir verwehren können, die wenige Zeit bei ihm zu sein, die ich aufwenden kann.‘‘ sprach der blauäugige bestimmt und doch mit gesenkter Stimme. Es klang fast wie ein Zischen und sollte keineswegs gegen seine Frau gerichtet sein, doch Jazmin konnte schon recht anstrengend werden, wenn es um seinen Nachwuchs ging, oder andere Dinge. Sie wusste oft nicht, wann es besser war, die Gedanken bei sich zu behalten. Als einfache Frau wäre ihr schon längst die Zunge rausgeschnitten worden, doch die Stellung am Hofe bot ihr einen gewissen Schutz. Dariush und der Rest der Familie kamen im Palastgarten an und dort waren der Prinz und seine Verlobte sofort zu erkennen, dank ihrer aufwendigen, bunten Kleidung, die jedem Attentäter zu Gute kommen würde, um ihr gewünschtes Ziel auszumachen. Der Krieger hingegen bevorzugte eher unauffälligere Kleidungsstücke, die ihm dazu beitragen würden, mit der Umgebung zu verschmelzen. Es dauerte nicht lange und Jazmin zeigte sich von ihrer üblichen Seite. Fast hätte Dariush eine Spur von Amüsiertheit gezeigt, doch er war versiert auf dem Gebiet der ausdruckslosen Maske, selbst als seine Frau eine leichtfertige Antwort an seiner Stille, zum Besten gab.
,,Mein Prinz, meine zukünftige Königin, es ehrt mich mein abendliches Mahl mit euch einnehmen zu dürfen.‘‘ Dariush verbeugte sich kurz, wie es seine Stellung verlangte und richtete sich wieder mit geradem Rücken auf. Seine Haltung erinnerte an einen Besenstiel, wenn auch etwas steif. Solche Abende waren einfach nicht sein Geschmack, viel lieber würde er mit seiner Schwester Zaara, seiner Frau und seinem Sohn an einem Tisch sitzen, auch wenn er den Prinzen gut leiden konnte und auch Jazmin war ihm nicht immer ein Dorn im Augen, denn schließlich würde sie eines Tages die Königin sein. Als die Begrüßungen beendet wurden, ließ man das Paar samt Kind zu Tisch. Kian erwachte langsam aus seinem tiefen Schlaf und würde sich selbst jetzt gut benehmen, denn er war ein erzogenes Kind, das keine Aussetzer hatte und die Erwachsenen störte. Selbst mit drei hatte man ihm Tischmanieren beibringen können.
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Theon Hector Brevaasi

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BeitragThema: Re: Palastgarten   Mo Okt 05, 2015 6:11 pm

Achtung: Nicht beta-gelesen!

EDIT: UND vom falschen Account gepostet Very Happy Very Happy Again. Sue me XD

Das Problem war nicht, dass Jawin seine Familie nicht mochte, oder seine Schwester nicht gerne sehen wollte, eher im Gegenteil: Er hätte gerne mehr Zeit mit ihr verbracht.
Rein objektiv betrachtet gab es keinen Grund, wieso er das nicht tun sollte: Seine Pflichten als Thronerbe schränkten ihn nicht derart in seiner Freizeit ein, dass er sich nicht einmal pro Woche einen Nachmittag freinehmen könnte, um Naevia einen Besuch abzustatten.
Nein, das Problem bestand darin, dass ein Besuch bei Naevia gleichzeitig auch ein Besuch bei Kian und Dariush war. Kian war eine Nervensäge sondergleichen, und alle außer Naevia und Dariush wussten es. Das Ehepaar selbst schien aus irgendeinem Grund geradezu vernarrt in seinen Sohn, wieso, war Jawin ein Rätsel.
Dariush hingegen war ein ganz anderes Kaliber. Wenigstens verstand der Mann es, den Mund zu halten, aber in den Momenten, wenn er doch mehr als Begrüßung und Verabschiedung sagte, verfielen meistens sämtliche Anwesenden in eine peinlich berührte Stille, und nachdem die Wache fertig war, ging das Gespräch nahtlos dort weiter, wo es aufgehört hatte.
Jawin hatte grundsätzlich nichts gegen den Ehemann seiner Schwester - aber es war ein Fakt, dass er aus einer anderen sozialen Klasse als alle anderen in der Runde - Jazmin, Naevia, und natürlich Jawin selbst - stammte.
Das zeigte sich in der Art, zu sprechen, in seinem Kleidungsstil, in seiner gesamten Persönlichkeit eigentlich. Ein Außenstehender, hätte er an diesem Tag einen Blick in den Palastgarten geworfen, würde sofort in der Lage sein, das Schaf von den Drachen zu unterscheiden. Selbst offensichtlich herausgeputzt sah Dariush einfach...anders als der Rest von ihnen aus. Vielleicht war es sein Gesichtsausdruck, der deutlich klarmachte, wie wenig er hier sein wollte. Vielleicht war es einfach der krasse Unterschied zu der jungen Frau an seiner Seite: Naevia.
Letztere strahlte die gesamte Macht und den Wohlstand der Königsfamilie von Belugaria aus. Die gleiche Ausstrahlung hatte Jazmin, auch wenn bei ihr noch ein Hauch von Gefahr dabei war - Gefahr für jeden, der ihr zu nahe kam.
Jawin selbst, nun ja. Dass er nur zwei Drittel seines Lebens in gut belüfteten Häusern mit mehr Dienern als Bäumen im Garten verbracht hatte, würde nur den wenigsten auffallen, wenn überhaupt irgendjemandem. Selbst wenn ihm genau wie seiner Cousine nicht alles an er ganzen Adligkeit behagte, war er hervorragend im Vortäuschen. Dariush...war es nicht.
Aber jetzt war nicht die Zeit, um gedanklich über Naevias Ehemann zu lästern. Das konnte er immer noch machen, später, wenn die Gäste verschwunden waren.
Pflichtbewusst und mit geheuchelter Freude begrüßte der Kronprinz von Belugaria also erst seine Schwester und dann ihr Balg von einem Sohn und ihren Ehemann, den man auch durch einen Stuhl hätte ersetzen können, ohne dass es einen Unterschied gemacht hätte.
Später hatte Jawin das Gefühl, er hätte es kommen sehen müssen: Naevia und Jazmin fingen sofort an, sich zu streiten, und natürlich taten sie es auf seine Kosten. Er wünschte sich, die Leute würden aufhören, sich über seine mangelnden Reitkünste lustig zu machen. Es hatte nicht geholfen, dass man damals bei dem Attentat, von dem er durch Dariush gerettet wurde, um niemanden der Bürger in Unruhe zu versetzen behauptet hatte, Dariush habe ihn vor einem Reitunfall bewahrt. Die Witze darüber kursierten seit Jahren - selbst Jazmin und Naevia, die sehr gut wussten, was tatsächlich passiert war, nahmen daran Anteil. Wenn das nicht auf einen vielversprechenden Nachmittag hindeutete, wusste Jawin auch nicht.
Als alle Platz genommen hatten und ein dunkelhäutiger Diener allen Wein eingoss (Jazmin’s Glas füllte er aufgrund bisherigen Erfahrungen randvoll, bis es beinahe überlief, was Jawin innerlich zum Augenverdrehen brachte. Seine Cousine musste unbedingt aufhören, Gerüchte darüber in die Welt zu setzen, was sie tat, wenn sie schlecht gelaunt war, dann würden vielleicht auch endlich die Diener aufhören, alles zu tun, was sie verlangte, und Jawin könnte einen friedlicheren Abend genießen, anstatt die ganze Zeit darauf zu warten, dass Jazmin die Schwelle von ‚glücklich betrunken‘ zu ‚Asshole betrunken‘ überschritt.), sagte Jawin laut, da es von ihm erwartet wurde, selbst wenn es nur eine vertraute Runde war:
„Noch einmal vielen Dank, dass Ihr kommen konntet, Via....Dariush...und natürlich Kian. Wir sehen uns viel zu selten seit der Hochzeit.“ Die nun auch schon vier Jahre her war. Je länger Jawin darüber nachdachte, desto mehr kam er zu dem Schluss, dass er seine Schwester wahrscheinlich nicht so sehr vermisste, wie es angemessen wäre. Wann war sein letzter Besuch im Zebdari-Haushalt noch gleich gewesen? Vor fünf Monaten? Sechs?
„Ich bin sicher, dass Jazmin sich ebenso sehr freut wie ich, Euch bei uns haben zu dürfen. Jazmin? Willst du noch was hinzufügen?“ Leicht verzweifelt sah er seine Verlobte an, in der Hoffnung, ihr würde noch etwas einfallen, dass nicht völlig bedeutungslos war. Andererseits wäre alles darüber wahrscheinlich unter Dariushs Niveau.
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